F: Ich habe einen Neuwagen. Kann ich bei Reparaturen, Inspektionen und Wartung ab dem ersten Tag eine freie Werkstatt aufsuchen?

A: Ja. Autofahrer haben von Anfang an die freie Wahl zwischen einer freien Werkstatt und einer Vertragswerkstatt. Denn der europäische Gesetzgeber garantiert freien Wettbewerb im Bereich des Neuwagenvertriebs, Kundendienstes und Ersatzteilvertriebs innerhalb der EU.

Hinweis: Ausnahmen bei der freien Werkstattwahl stellen einige Leasing-Verträge dar. In diesen Verträgen kann eine Werkstattbindung vereinbart sein. Um zu prüfen, ob Ihr Fahrzeug von einer freien Werkstatt repariert oder gewartet werden kann, müssen Sie sich mit Ihrem Leasinggeber in Verbindung setzen oder in Ihrem Leasingvertrag nachsehen.


F: Gehen meine Neuwagen-Garantieansprüche verloren, wenn ich die Inspektion meines Fahrzeugs bei einer freien Werkstatt durchführen lasse?

A: Nein, auf keinen Fall. Freie Werkstätten dürfen laut GVO-Verordnung ebenso Inspektionen durchführen wie Vertragswerkstätten, solange diese nach den entsprechenden Herstellervorgaben durchgeführt werden. Selbstverständlich sind wir mit diesen Vorgaben vertraut und richten uns danach. Ein Verlust Ihrer Garantie- oder Gewährleistungsansprüche tritt dabei nicht ein. Auch qualitativ unterscheidet uns nichts von einer Vertragswerkstatt.


F: Wieso zur freien Werkstatt?

A: Freie Werkstätten stehen der Arbeitsweise von Vertragswerkstätten in nichts nach. Im Vergleich sind sie aber kostengünstiger, da in freien Werkstätten niedrigere Stundensätze berechnet werden.

An eine freie Werkstatt können Sie sich mit jeder Automarke und allen Modellen wenden.

Freie Werkstätten arbeiten mit modernster Diagnose- und Reparaturtechnik und können, wie auch Vertragswerkstätten, die originalen Ersatzteile des Herstellers einsetzen.

Nach der europaweit geltenden GVO-Verordnung ist freien Werkstätten auch während des Garantiezeitraums die Durchführung der Inspektion ohne Einschränkungen der Gewährleistung und Garantie erlaubt. Die EU unterstützt die Tätigkeit freier Werkstätten.

Freie Werkstätten stehen ihren Kunden häufig viel flexibler zur Verfügung als Vertragswerkstätten und arbeiten besonders kunden- und preisorientiert (zeitwertgerechte Reparatur). Weil freie Werkstätten meist kleinere Betriebe sind, besteht intensiver und direkter Kontakt zum Kunden, um eine individuelle Betreuung zu ermöglichen.

Mechaniker und andere Mitarbeiter einer freien Werkstatt sind genauso gut ausgebildet und qualifiziert wie die von Vertragswerkstätten.


F: Ist eine regelmäßige Inspektion wichtig oder pure Geldverschwendung?

A: Mit einer Inspektion werfen Sie Ihr Geld keinesfalls zum Fenster hinaus – im Gegenteil: Regelmäßige Wartung und Kontrolle sind unverzichtbar für die Gewährleistung Ihrer Sicherheit beim Fahren. Viele Baugruppen und Teile eines Fahrzeugs müssen regelmäßig überprüft und gepflegt werden. Dies macht Ihr Fahrzeug nicht nur sicherer, sondern senkt auch das Risiko später auftretender Folgekosten, die dann meist vielfach höher sind als die bei der Inspektion auftretenden Kosten.


F: Wann soll ein Radwechsel durchgeführt werden?

A: Räder wechselt man zweimal pro Jahr – im Frühjahr und im Herbst. Als Grundregel gilt O wie Oktober und O wie Ostern. Besonders den Zeitpunkt des Wechsels von Sommer- auf Winterräder sollte man nicht verpassen. Plötzliche Minusgrade, Schnee & Eis stellen ein erhöhtes Unfallrisiko dar. Der Gesetzgeber hat zudem 2010 die Winterreifenpflicht eingeführt – Versicherungen können demzufolge den Versicherungsschutz bei Nichtbeachtung einschränken. Bei jedem Wechsel bieten wir Ihnen einen rund-um Service, bei dem wir auch Profil & Zustand mit überprüfen. Vor allem nach dem Winter empfehlen wir Ihnen einen Frühjahrscheck, um den Zustand Ihres Fahrzeuges und die Auswirkungen von Salz und Minusgraden auf Fahrzeugbestandteile zu überprüfen.


F: Wann sollten die Reifen ausgetauscht werden?

A: Der Gesetzgeber schreibt eine Mindestprofiltiefe von 1,6mm vor. Bei Unterschreitung droht ein Bußgeld. Aus Sicherheitsgründen sollte man jedoch die Reifen viel früher ersetzen; der Bremsweg verlängert sich deutlich und die Gefahr von Aquaplaning steigt mit zunehmender Abnutzung. Wir überprüfen bei jedem Radwechsel das Profil Ihrer Reifen, bzw. schon vor dem Wechsel, wenn diese bei uns eingelagert sind. Wir empfehlen, Sommerreifen ab 2,5mm und Winterreifen ab 3mm zu ersetzen, um kein unnötiges Risiko einzugehen.


F: Werden die Reifen eingelagert?

A: Ja. In unserem Reifenlager., Ssie sparen sich Zeit, Kraft und Platz. Wir bewegen und lagern korrekt, wir achten auf das richtige Klima und wir kontrollieren vor der Einlagerung den Reifenzustand und stellen Ihnen, wenn notwendig, ein Angebot und beraten Sie fachmännisch.


F: Radwechsel selbst gemacht?

A: Einen Radwechsel können Sie selbstverständlich auch selbst vornehmen. In Notsituationen (Reifenpanne) kann die praktische Übung sogar von großem Vorteil sein.

Bei dem saisonal regelmäßigen Wechsel lohnt sich der Weg in die Werkstatt dennoch in jedem Fall. Der Fachmann hat die Kenntnisse zum Profil und benutzt das richtige Werkzeug (u.a. für das korrekte Anziehen der Radmuttern). Die korrekte Radverteilung ist ausschlaggebend, um einen gleichmäßigen Reifenabrieb zu erreichen und wird durch die Montage vom  Fachmann gewährleistet. Ist das Fahrzeug einmal auf der Hebebühne, schauen wir uns auch gleich den Unterboden und die Bremsbeläge mit an, Ihrer Sicherheit wegen!


F: Wie oft sollte ich die Bremsen überprüfen lassen?

A: Im Rahmen der jährlichen Inspektionen werden die Bremsen mit überprüft. Je nach Verschleißgrad geben wir Ihnen den entsprechenden Hinweis bzw. raten Ihnen zu einer Erneuerung.


F: Werde ich über den Reparaturverlauf informiert?

A: Keine Reparaturen ohne Ihr Okay!

Wir kommunizieren offen und ehrlich mit unseren Kunden über die zu erledigenden Arbeiten. Ohne Freigabe durch Sie wird keine Reparatur oder Wartungsarbeit begonnen.


F:Was bedeutet eigentlich OBD?

A: OBD steht für On-Board-Diagnose und ist ein Fahrzeugdiagnosesystem. Die OBD-Schnittstelle dient normalerweise Ihrem KFZ-Mechaniker zum Auslesen von Fehlercodes bei einer Reparatur. Außerdem nutzen wir diese Schnittstelle auch für den Anschluss des OBD-Fahrzeugtrackers.


F: Hat jedes Auto eine OBD-Schnittstelle?

A: Benzin-Fahrzeuge sind ab Baujahr 2001, Diesel-Fahrzeuge ab Baujahr 2003 serienmäßig mit einer OBD-Schnittstelle ausgestattet. Oftmals gibt es auch bereits in älteren Fahrzeugen eine OBD-Schnittstelle. Der Hintergrund: Seit 2001 bzw. 2003 sind alle Autohersteller in Europa verpflichtet, eine OBD-Schnittstelle in ihre Fahrzeuge zu integrieren.


F: Meine Klimaanlage funktioniert nicht richtig?

A: Das Nachlassen der Kühlleistung ist oft ein schleichender Prozess. Die Temperaturmessung im Luftstrom gibt Auskunft über den Zustand der Anlage. Arbeiten an der Klimaanlage dürfen nur von geschultem Personal in der Werkstatt durchgeführt werden.


F: Was beinhaltet ein Klimaservice?

A: Wir prüfen die einzelnen Komponenten Ihrer Klimaanlage auf Dichtheit und Verschleiß. Weiterhin ermitteln wir die Leistung des Klimatisierungssystems, kontrollieren den Reinluftfilter und überprüfen das Klimagas. Die Klimaanlagen werden mit Diagnosegeräten geprüft und gewartet. Wir prüfen Ihre Anlage nicht nur auf Dichtheit und Funktion sondern recyceln das alte Kältemittel, das mit Schadstoffen belastet ist und die Anlage von innen zersetzt. Danach wird die Anlage nach Herstellerangaben neu befüllt und eine Desinfektion des Umluftsystems der Klimaanlage mit unserem Ultraschallgerät. Das feucht-warme Klima auf dem Verdampfer (im Armaturenbrett) ist ein idealer Nährboden für Bakterien. Deshalb sollte der Verdampfer regelmäßig desinfiziert werden.


F: Warum sollte mir der Zustand meiner Fahrzeugscheibe wichtig sein?

A: Die Windschutzscheibe ist ein sicherheitsrelevantes Bauteil Ihres Fahrzeuges: Den Verkehr nehmen Sie fast ausschließlich über die Sicht durch Ihre Windschutzscheibe wahr. Die ordnungsgemäße Durchsicht muss deshalb unbedingt gewährleistet sein. Außerdem ist die Scheibe ein versteifender Bestandteil der Karosserie und nimmt bei Unfällen eine entsprechende Funktion wahr. Die Scheibe sollte daher unbeschädigt sein, da jede Beschädigung die Stabilität der Scheibe beeinträchtigt. Die Scheibe hat zudem eine Abstützfunktion für den Airbag. Die Scheibe sollte daher unbeschädigt und fachgerecht eingeklebt sein, da ansonsten die Abstützfunktion nicht gewährleistet ist und der Airbag unter Umständen seine Schutzfunktion verlieren kann.
Warum ist ein Steinschlag oder ein Scheibenriss ein sicherheitsrelevantes Problem?

Die Windschutzscheibe ist laut § 29 StVO ein tragendes Teil des Fahrzeuges. Schäden an der Windschutzscheibe können weitreichende Folgen haben und müssen daher möglichst schnell beseitigt werden. Durch einen Steinschlagschaden an der Windschutzscheibe ist die Stabilität nicht mehr gewährleistet, die Durchsicht ist beeinträchtigt und eine beschädigte Windschutzscheibe kann weiterreißen. Noch viel schlimmer ist aber, dass bei der Auslösung des Airbags die Abstützfunktion der Windschutzscheibe stark vermindert sein kann. Nicht zuletzt bemängelt der TÜV genau aus diesen Gründen Steinschläge in Ihrer Windschutzscheibe.


F: Besteht eine Pflicht zur Reparatur oder kann ich gleich eine Neuverglasung in Auftrag geben?

A: Da nicht gewährleistet werden kann, dass alle Schäden reparabel sind, und nicht im vornherein mit Sicherheit festgestellt werden kann, dass das Reparaturergebnis zufriedenstellend ist, ist eine Reparatur immer nur ein Reparaturversuch. Denn die Scheibe kann selbst während der Reparatur reißen. Es besteht daher keine Reparaturpflicht in Deutschland.

Gemäß Teilkaskoversicherung haben Sie einen Anspruch auf die vollständige Wiederherstellung der Scheibe. Dies kann nur durch eine Neuverglasung erfolgen. Wenn Sie also reparieren lassen und sich mit kleinen Schadensrückständen zufrieden geben, verzichten Sie auf Ihr Recht der vollständigen Wiederherstellung.

Die Versicherungen honorieren diesen Verzicht im Regelfall mit dem Verzicht auf Ihre SB, übernehmen also die Reparaturkosten, die Sie eigentlich selbst tragen müssten, komplett für Sie, da dies für die Versicherung immer noch deutlich billiger ist, als es die Regulierung für eine Neuverglasung abzüglich der SB wäre. Wir empfehlen Ihnen,  am besten gleich eine neue Scheibe einbauen zu lassen. Wir bieten Ihnen eine Neuverglasung an, mit der Sie völlig zufrieden sind.


F: Was kostet eine neue Scheibe?

A: Aufgrund einer Vielzahl unterschiedlicher Fahrzeug- und Scheibenarten sowie ständig wechselnder Herstellerpreise gelten tagesaktuelle und individuelle Preise, die bei Auftragserteilung vereinbart werden. Fragen Sie bei uns an. Wir erstellen Ihnen ein Angebot. Bei Versicherungsabrechnung ohne oder mit SB rechnen wir direkt mit Ihrer Versicherung ab.


F: Soll ich besser eine normale Werkstatt oder einen Autoglaser aufsuchen?

A: Der Einbau von Neuscheiben, die heutzutage alle geklebt sind, benötigt außer handwerklicher Fähigkeit auch umfassendes Knowhow bezüglich der Verklebung selbst und die chemischen Hintergründe. Nur mit viel Erfahrung und in Kenntnis der Qualitäts- und Herstellerrichtlinien (Scheibe, Kleber, Chemikalien) können beste Ergebnisse und die sichere Ausführung gewährleistet werden. Diese Ausbildung haben wir selbstverständlich, wir bieten Ihnen dieses Knowhow! Außerdem können wir gleich feststellen, ob der Glasschaden ggf. auf einen Karosseriefehler zurückzuführen ist, den wir dann auch gleich  beseitigen können.


F: Ich habe an meinem Fahrzeug eine Sonderscheibe verbaut. Steht mir bei einer Neuverglasung wieder eine Sonderscheibe zu? Erstattet die Versicherung diese Mehrkosten?

A: Ihre Versicherung muss gemäß Teilkasko eine vollständige Wiederherstellung leisten, also alle Kosten übernehmen, die nötig sind, damit der vorherige Zustand mit der verbauten Sonderscheibe wiederhergestellt ist. Sie müssen jedoch ggf. beweisen, dass eine Sonderscheibe vorher verbaut war, sollte diese nicht ab Werk eingebaut oder ausgeliefert worden sein. Oftmals genügt aber auch eine formlose Erklärung.


F: Gibt es tatsächlich einen 15 %igen Preisvorteil bei einem Versicherungsvertrag mit Werkstattbindung?

A: Der Preisvorteil bezieht sich immer auf den Vergleich zu einem Versicherungsvertrag der anbietenden Versicherung ohne Werkstattbindung. Dies bedeutet, dass es sehr wohl auch Kaskoversicherungen geben kann, die keine Werkstattbindung vorsehen und die nicht oder nur unwesentlich teurer sind als das Angebot des Versicherers mit Werkstattbindung. Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, dass der Preisvorteil häufig nicht mehr als 5,00 € im Monat ausmacht und erhebliche Nachteile in Kauf genommen werden müssen.


F: Meine Versicherung behauptet, dass Ihre Preise zu teuer und Ihre Rechnungen überhöht sind. Stimmt das?

A: Das stimmt natürlich nicht. Die Tricks mancher Versicherungen sind bekannt. Wir verweisen daher auf einige Artikel der Medienlandschaft:
Auto-Bild: "Kartell der Kürzer, KFZ-Versicherer zocken ab: Mit gekürzten Reparaturrechnungen bis zur Grenze des Betruges."
Focus: "KFZ-Versicherer tricksen mit Gutachten"
MDR: "Unschuldige Unfallopfer. Wie Autoversicherer Schadenssummen drücken"
Focus: "Streichen mit System"
Stern: "Ausgebremst und abgezockt"
MDR: "Tricks der KFZ-Versicherer"
Noch mehr Berichte gibt es hier: http://www.captain-huk.de/impressum/presse-tv/


F: Warum behaupten die Versicherungen, dass die Werkstattpreise zu teuer seien und versuchen überall zu kürzen?

A: Laut GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.) ist die Höhe der heutigen Versicherungsprämien auf dem Niveau der 80iger Jahre – und das trotz seither drastisch steigender Kosten für Fahrzeuge, Fahrzeugersatzteile, Lohn- und Energiekosten etc.
Es sind daher nicht die Werkstattkosten zu hoch, sondern die Versicherungsprämien zu niedrig. Grund für diese Fehlentwicklung ist ein ruinöser Preiskampf der Versicherungen, der zu Lasten der Werkstätten und auch der Versicherungsnehmer geführt wird. Billige Prämien erscheinen zwar erst einmal schön vorteilhaft für den Kunden.  Dass aber manche Versicherungen mit allerlei Tricks hernach im Schadensfall den Kunden zu übervorteilen versuchen, ist bekannt und die andere Seite der Medaille.


F: Was bedeutet "ohne Feinstaubplakette Fahrverbot"?

A: Um diesem Fahrverbot zu entgehen, können sich Fahrzeughalter eine Feinstaubplakette beschaffen und auf ihrem Fahrzeug anbringen. Ob und in welcher Farbe eine Feinstaubplakette für ein Fahrzeug erhältlich ist, hängt vom Emissionsverhalten des Fahrzeugs und einem ggf. nachgerüsteten emissionsvermindernden System ab. Innerhalb einer vierstufigen Skala der entsprechenden Schadstoffgruppen (keine Plakette bzw. rote, gelbe oder grüne Plakettenfarbe) kennzeichnet eine grüne Plakette Kraftfahrzeuge mit den niedrigsten Schadstoffemissionen.


F: Welche Plakette bekommt mein Fahrzeug?

A: Die Zuordnung der Plaketten zu einem Fahrzeug ergibt sich aus der Emissionsschlüsselnummer, die in den Fahrzeugpapieren eingetragen ist und sowie ggf. aus der Zertifizierung der Partikelfilternachrüstung.


F: Wo bekomme ich die Plakette und was kostet sie?

A: Die Plakette kann bei uns und an den Prüfstellen von TÜV/DEKRA sowie der Zulassungsstelle erworben werden und kostet  5 Euro incl. Mwst..


F: Wo wird die Plakette angebracht?

A: Die Plakette ist von innen an der Frontscheibe gut sichtbar anzubringen. Wir empfehlen dazu den unteren rechten Bereich der Beifahrerseite.


F: Werden bereits erfolgte Änderungen an meinem Fahrzeug bei der Anzeige und Auflistung berücksichtigt?

A: Nein, vorangegangene Änderungen werden bei der Zuordnung in die einzelnen Schadstoffgruppen nicht berücksichtigt.

Die Anzeige der jeweiligen Schadstoffgruppe erfolgt auf Grundlage des serienmäßigen Emissionsverhaltens des entsprechenden Fahrzeuges. Über die eingegebenen Fahrzeugschlüsselnummern wird dieses aus dem hinterlegten KBA-Datensatz ermittelt. Falls durch einen vorangegangenen Einbau eines Nachrüstsystems (z.B. Aufrüst-Kat/KLR) sich bereits das Emissionsverhalten verbessert hat und daraufhin die Emissionsschlüsselnummer in den Fahrzeugpapieren korrigiert wurde oder letzteres auf Grundlage einer Herstellerbescheinigung erfolgte, bleibt dies bei der angezeigten Zuordnung unberücksichtigt. Die Einstufung in eine Schadstoffgruppe muss dann anhand der aktuellen Emissionsschlüsselnummer laut Zuordnungstabelle zur 35. BImSchV erfolgen. Dabei kann Ihnen unser Sachverständiger von KÜS vor Ort behilflich sein.


F: Was gilt für ausländische Fahrzeuge?

A: Auch im Ausland zugelassene Fahrzeuge benötigen zum Durchfahren einer Umweltzone grundsätzlich eine Plakette. Diese Plaketten gibt es jedoch nur in Deutschland, nicht im Ausland. Der Nachweis des Emissionsverhaltens und damit die Zuordnung zu einer der Schadstoffgruppen ist für ausländische Fahrzeuge  im § 6 der Kennzeichnungsverordnung (35. BImSchV) geregelt. Voraussetzung für die Zuordnung ist die Vorlage von entsprechenden Fahrzeugdokumenten. Ist aus den vorgelegten Fahrzeugpapieren erkennbar, nach welcher europäischen Abgasnorm das Fahrzeug im europäischen Ausland zugelassen wurde, kann die Einstufung gemäß Anhang 2 der Kennzeichnungsverordnung ("Zuordnungstabelle") erfolgen. Andernfalls erfolgt die Zuordnung anhand des Jahres der Erstzulassung des Fahrzeuges.
Generelle Ausnahmen von den Verkehrsverboten der Umweltzone
Folgende Fahrzeuge dürfen gemäß Anhang 3 der Kennzeichnungsverordnung in der Umweltzone generell ohne Plakette fahren:
mobile Maschinen und Geräte,
Arbeitsmaschinen,
land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen,
zwei- und dreirädrige Kraftfahrzeuge,
Krankenwagen, Arztwagen mit der Kennzeichnung "Arzt Notfalleinsatz" (gemäß § 52 Abs. 6 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung),
Kraftfahrzeuge, mit denen Personen fahren oder gefahren werden, die außergewöhnlich gehbehindert, hilflos oder blind sind und in ihrem Schwerbehindertenausweis die Merkzeichen "aG", "H" oder "Bl" haben,
Fahrzeuge, für die Sonderrechte nach § 35 StVO in Anspruch genommen werden dürfen, wie Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz oder Müllfahrzeuge,
Fahrzeuge der Bundeswehr und der NATO,
Oldtimer (gemäß § 2 Nr. 22 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung), die ein Kennzeichen nach § 9 Abs. 1 oder § 17 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung führen, sowie Fahrzeuge, die in einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union, einer anderen Vertragspartei des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Türkei zugelassen sind, wenn sie gleichwertige Anforderungen erfüllen.


F: Welche schadstoffmindernden Nachrüstsysteme gibt es?

A: Zur wirksamen Nachbehandlung der Schadstoffemissionen von Diesel- und Benzinfahrzeugen wurden verschiedene Systeme entwickelt:
Dieselpartikelfilter (DPF) bzw. Rußpartikelfilter (RPF)
Ein Partikelfilter reduziert die Menge der im Abgas von Dieselmotoren vorhandenen Partikel. Bei den bei Nachrüstlösungen üblichen offenen Systemen (sog. Durchflussfilter) erfolgt die Regeneration kontinuierlich und wird dabei nicht von der Steuerelektronik überwacht.
Oxidationskatalysatoren (OXI-KAT)
Ein Oxidationskatalysator reduziert beim Dieselmotor die Kohlenwasserstoff-Anteile an den Rußpartikeln mit Hilfe des Luftsauerstoffs im Dieselabgas. Dabei wird werden durch eine Edelmetallbeschichtung Kohlenwasserstoffe (HC) und Kohlenmonoxid (CO) in Kohlendioxid (CO2) und Wasser (H2O) umgewandelt.
Kaltlaufregelsysteme
Elektromechanische oder elektronische Kaltlaufregler (bei einigen Anbietern auch Warmlaufregelsystem genannt) führen dem Ansaugsystem während der Phase des Kaltlaufs - über ein Ventil gesteuert - zusätzliche Luft zu. Dies führt zu einer Abmagerung des Kraftstoff-Luft-Gemisches, die eine bessere Oxidation der Luftschadstoffe bewirkt.
Aufrüst- ("Upgrade-KAT") bzw. Austauschkatalysatoren
Mit diesen Katalysatoren mit ihren verschiedensten Wirkprinzipien z.B. "Drei Wege Kat" oder "OXI- Kat" usw., können je nach Ausrüstungszustand der Fahrzeuge höherwertige Schadstoffklassen erreicht werden. Die Katalysatoren werden von den jeweiligen Anbietern in verschiedensten Bauformen (z. Bsp. "Mini-KAT") angeboten.